Die Kultur in Bulgarien

Zu den Welterben in Bulgarien gehören neun Welterbestätten, davon sieben Kultur- und zwei Naturerbestätten. Das erste Welterbe wurde im Jahr 1979 eingetragen.

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Kirche von Bojana

Bei der Kirche von Bojana (“Bojana-Kirche”) handelt es sich um eine bulgarisch-orthodoxe Kirche, die sich im gleichnamigen, südlich gelegenen Stadtteil von Sofia (8 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt) befindet. Geweiht wurde die Kirche als Gotteshaus den „Heiligen Nikolaus und Pantalejmon“. Bereits seit 1979 gehört die Bojana-Kirche zum Weltkulturerbe der UNESCO; sie wird gegenwärtig als Zweigstelle des Nationalen Historischen Museums genutzt.

 

Reiter von Madara

Bei dem Reiter von Madara handet es sich um ein frühmittelalterliches Relief in monumentaler Grösse. Es befindet sich auf dem Felsenplateau in der Nähe des Dorfes Madara. Das Kunstwerk befindet sich an einer hundert Meter erhöhten Klippe und zeigt 23 Meter über dem Grund eine Reiterfigur. Der Reiter, so wird die Standsequenz präsentiert, hat soeben einen Löwen mit einem Speer erlegt und ist begleitet von einem im Lauf dargestellten Hund.

 

Kloster Ivanova

Im Nordosten Bulgariens wird das Kloster Ivanovo durch eine Gruppe von Klosterräumen, Kapellen und orthodoxen Kirchen gebildet – die Gesamtheit der Anlage bezeichnet man als „Felskirchen von Ivanovo“. Bereits aus prähistorischer Zeit sind hier Niederlassungen in den natürlichen Höhlen nachgewiesen.

 

Thrakergrab von Kasanlak

Bei dem Thrakergrab von Kasanlak handelt es sich um ein „Bienenkorb“-Grab in Zentral-Bulgarien. Bei diesem Grab ist sowohl der Vorraum als auch die Grabkammer mit Wandgemälden verziert – auch ein thrakisches Paar während eines Beerdigungsfestes ist dort abgebildet. Dieses Thrakergrab kann auf das 4. Jh. vor Christus datiert werden – aus dieser Zeit ist es das besterhaltene Kunstwerk in Bulgarien.

 

Altstadt von Nessebar

Die Altstadt von Nessebar fügte man im Jahre 1983 dem Weltkulturerbe der UNESCO hinzu – bereits 1956 wurde sie zum Architektur- und Archäologieschutzgebiet bzw. zur Museumsstadt erklärt. Die Altstadt befindet sich 27 km Luftlinie von Burgas (an der Schwarzmeerküste gelegen). Bereits vor mehr als 3000 Jahren wurde hier gesiedelt – der ursprünglich thrakische Ort wurde im 6. Jh. vor Christus von den Griechen kolonisiert (Mauerreste an der Nordküste aus dem 5. – 3. Jh. v. Chr.).

 

Srebarnaan

Es befindet sich das Biosphärenreservat Srebarnaan der Donau nördöstlich in Bulgarien und erstreckt sich über eine Fläche von 902 Hektar. 80 Zugvogelarten überwintern hier und 99 Vogelarten nutzen hier ihre Brutzeit, insgesamt sind 233 Vogelarten vertreten. Es ist dies mit 10 Prozent seines Weltbestandes der Krauskopfpelikan, weiterhin der Kormoran, die Moorente, die Rothalsgans, der Nachtreiher, die Zwergdommel und viele andere.

 

Pirin Nationalpark

Der Nationalpark Pirin befindet sich im ebenso genannten Gebirge südwestlich in Bulgarien. Es handelt sich um eine Gesamtfläche von ungefähr 40.000 Hektar – eingeschlossen hier ist auch der höchste Berg des Pirin-Gebirges, nämlich der 2.914 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Wichren. Der Park wurde bereits in der Liste der „Natura 2000“-Schutzgebiete registriert.

 

Iwan Rilski - Kloster

Das Kloster des Heiligen Iwan Rilski (auch Rila-Kloster) befindet sich im Westen Bulgariens. Der Klostergründer wurde 876 in Skrino geboren und verstarb am 18.08.946 direkt im Kloster, wo sich heute auch seine Gebeine befinden. Rilski war der erste Einsiedler Bulgariens – er ist Patron Bulgariens und der bedeutendste Heilige der bulgarisch-orthodoxen Kirche.