Ferien im Region Freudenthal-Bruntál Bezirk - Schlesien

Erleben Sie eine der ältesten Königsstädte Tschechiens und die umliegende Region. Bezirk Freudenthal befindet sich im Gebiet Schlesien der tschechischen Republik. Er setzt sich aus mehreren geschichtsträchtigen Ortschaften zusammen, wie zum Beispiel der Königsstadt Freudenthal und der größten Stadt des Bezirkes: Jägerndorf. Aber auch andere Gemeinden der Region dürfen erwähnt werden. Darunter befinden sich Karlsthal mit Sitz der Burg Freudenstein, Hof im Lobnigtal, Waißak in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Polen und Lichten, wo sich die Überreste einer mittelalterlichen Wallburg. Von Ihrem Ferienhaus im Bezirk Freudenthal aus erreichen Sie die benannten Ortschaften in kurzer Zeit, wodurch Sie die Möglichkeit haben, unterschiedliche Kapitel der schlesischen Geschichte zu erkunden, während Sie die die Kulturlandschaften der Region in Ruhe bewundern können. Erfahren Sie mehr über die verheerenden Schlachten, die gegen die Mongolen geführt wurden und ganze Landstriche ausmerzten. Lassen Sie sich vom Charme königlichen Erbes und architektonischer Vielfalt dank historischer Handelsaktivitäten Freudenthals bezaubern. Oder erleben Sie die religiös geprägten Hinterlassenschaften der reformatorischen Bewegung der Hussiten, die zur böhmischen Freiheitsbewegung führte. Egal ob Sie sich besonders für Geschichte interessieren oder einfach nur auf der Suche nach neuen Eindrücken sind, der Bezirk Freudenthal wird Sie sicher nicht enttäuschen.

Das Herzogtum Freudenthal und der prägende Einfluss des Bergbaus

Freudenthal wurde im Jahr 1213 gegründet. Später wurde die Stadt dann Hauptsitz der Herrschaft Freudenthal, welche später zum Großherzogtum erhoben wurde, da es am böhmischen Ständeaufstand beteiligt war und letztendlich vom Kaiser konfisziert wurde, um an den Deutschen Orden verkauft zu werden. Kurz darauf wurde das Gebiet zum Herzogtum erhoben und behielt seinen Namen, da es seitens des böhmischen Königs erforderlich war, dass der Oberlandeshauptmann von Schlesien ein Fürst sei. Die Region selbst, wenn auch vom Adel geprägt, wurde hauptsächlich durch den Bergbau bekannt. Dieser sollte über Jahrhunderte hinweg wichtigster wirtschaftlicher Motor sein. Er wurde dann von anderen produktiven Unternehmungen im Zuge der Industrialisierung abgelöst. So entstanden Textil- und Lederfabriken sowie Spinnereien. Zeitzeugen sind bis heute erhaltene Hammerwerke, die zum Beispiel in Karlsthal zu finden sind. Neben diesen können vor Ort auch die Sensenmanufaktur und das Barockhaus besichtigt werden. Ein weiterer Ort, der aufgrund des Bergbaus weiter besiedelt wurde, ist Hof. Es befindet sich nur 9km vor der Grenze zum heutigen Polen und wurde ursprünglich begründet, um eine befestigte Warenniederlassung zu etablieren. So sollte ein neuer Punkt entlang der Handelsroute nach Südwesten geschaffen werden. Im Mongolensturm wurde die Siedlung vollkommen ausgemerzt und sollte erst durch Bergleute wiederbelebt werden. Im Zuge der Jahrhunderte, sollte es von unterschiedlichen Völkern infolge von Kriegen und Eroberungszügen besetzt werden. Der Ort litt besonders unter der kommunistischen Besatzung des 20. Jahrhunderts, unter welcher die herrlichen historischen Gebäude um den Marktplatz durch unspektakuläre Betonbauten ersetzt wurden.
 

Hussitenkriege und religiöses Erbe

Der Bezirk Freudenthal spielte in der Reformationsbewegung der Hussiten eine wichtige Rolle. Heute nehmen wir es in westlich orientierten Ländern als Normalität war, dass Staat und Kirche getrennt sind. Dies haben wir in West- und Mitteleuropa vor allem den reformatorischen Bewegungen zu verdanken. Einer der wichtigsten Personen der tschechischen Reformationsgeschichte war Jan Hus. Nach dessen Verbrennung kam es zu einer Freiheitsbewegung, die sich im besonderen gegen die Vorherrschaft der Religionseinrichtungen und der damit verbundenen Doktrin auflehnen wollte. Es ging hauptsächlich um die Entmachtung der katholischen Führer, die sich der Meinung der Hussiten nach zu sehr am kleinen Volke bedienten, um ihren feudalen Lebensstil aufrecht erhalten zu können. Obwohl die Hussiten sich letztendlich geschlagen geben mussten, trugen sie durch Ihre Bemühungen zur Bildung einer Art tschechischen Nationalbewusstseins bei. Die Gebiete wurde später wieder dem Katholizismus überführt, was bis heute anhand der zahlreich zu dieser Zeit entstandenen Kirchen. Bis ins frühe 20. Jahrhundert sollte die katholische Vorherrschaft weiterbestehen. Die Hussitenbewegung, wenn auch ursprünglich hauptsächlich religiös motiviert, wird heute von Historiker auch wegen sozialen und nationalen Aspekten als Wendepunkt der tschechischen Geschichte interpretiert. Erleben Sie die Begehungen von Kirchen und Schlössern, in Freudenthal selbst und seiner Umgebung, mit einer eher kritischen Betrachtungsweise und öffnen Sie Ihre Blicke auf die Gesamtentwicklung der Region, die interessanter Schauplatz der Anfänge nationaler Emanzipation war und anhand der verschiedenen musealen und denkmalgeschützten Einrichtungen entscheidende historische Ereignisse aufarbeitet. Ein weiterer Aspekt der zutiefst religiösen Vergangenheit der Region wird anhand des Anfang des 20. Jahrhunderts erschlossenen Kreuzweges veranschaulicht. Dieser wird durch vierzehn Mahnmale um den Köhlerberg herum gekennzeichnet, die aufgrund der Leiden und Verluste, die mit jedem Krieg einhergehen während der Weltkriege von vielen Wallfahrern besucht wurden.