Ferien im Region Gratzener Bergland-Südböhmen

Gratzener Bergland - fast unberührte Natur. Das Gratzener Bergland liegt in Südböhmen zur Grenze Österreichs. Es ist ein europäisches Mittelgebirge, mit den höchsten Erhebungen um die 1000 Meter. Die fast unberührte Landschaft ist sagenumwoben und ein wahres Paradies für Wanderer, Fans von Wildfrüchten wie Pilzen und Beeren und erstreckt sich auf einer Fläche von insgesamt 162 Quadratkilometern. Die Nähe zu Österreich und kleineren sowie größeren Städten Tschechiens bietet Besuchern die Möglichkeit eines ausgeglichenen Urlaubs. Verbinden Sie aktive Stunden inmitten der Natur mit entspannten Spaziergängen durch romantische Ortschaften. Lassen Sie sich von der Ruhe dieser Grenzgegend bezaubern und genießen Sie die Farbenvielfalt von ausgedehnten Mischwäldern und Wildpflanzen. Von Ihrer Ferienwohnung im Gratzener Bergland erreichen Sie innerhalb von vierzig Minuten die berühmte Stadt Budweis und innerhalb von zwanzig Minuten die Ortschaften Weitra und Gmünd in Österreich. Gratzener Bergland ist darüber hinaus voll mit kleineren Seen und Teichen, was besonders für all diejenigen interessant ist, die gern Vögel oder andere wilde Kleintiere beobachten wollen. Sollten Sie nicht so weit in die Umgebung ausstrahlen wollen, dann können Sie ebenfalls herrliche Stunden in Gratzen am Gratzenbach verbringen.

Stadt Gratzen

In Gratzen treffen ländliche Gemütlichkeit und Geschichte aufeinander. So können Sie hier zum Beispiel das berühmte Barmherzigkeitskloster mit angeschlossener Kirche besichtigen. Das Servitenkloster wurde einst auf Initiative und Einladung des Graf von Buquoy, seinerseits ortsansässiger Adel, gebaut und in Betrieb genommen. Es war eins von insgesamt acht Servitenklöstern in ganz Böhmen und Mähren. Das Barmherzigkeitskloster in Gratzen ist dabei dasjenige, welches als eines der beiden letzten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hin aktiv betrieben wurde. Lange Zeit hielten sich österreichische Serviten im Kloster auf. Die letzten Ordensbrüder wurden 1950 zum Verlassen der Anlage gezwungen, die im Nachhinein als Grenzkaserne dienen sollte. Aufgrund des glücklichen Umstandes, dass nach 1990 noch ein einziger Servitenbruder am Leben war, konnte die Rückgabe des Klosters gefordert werden. Aufgrund zahlreicher intensiver Bemühungen einzelner Ordensbrüder konnte das heruntergekommene Anwesen zu neuer Blüte kommen. Nachdem der letzte Servit verstarb wurde das Kloster für eine Fortführung der Seelsorge übergeben und nennt sich seitdem Barmherzigkeitskloster. Neben dem Kloster ist das Schloss Gratzen wohl das wichtigste Denkmal des Ortes. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eines der seltenen Rokobauwerke der tschechischen Republik. Es wurde nach dem französischen Beispiel Versailles errichtet und wird auch "Klein-Schönbrunn" genannt. Besonders lohnt sich bei der Besichtigung ein Spaziergang durch den englischen Park. Hier kann man nahezu spüren, wie die Bon Vivants einst festlich das Schloss bespielten. Das Schloss ist heute Teil der Akademie der Wissenschaften. Neben dem Schloss gibt es einen weiteres königliches Bauwerk in Gratzen: die Burg. Diese wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet und ist ebenfalls für Besucher zugänglich.

Theresiental - ein Waldpark für Gräfin Theresa von Buquoy

Neben den imposanten Bauwerken von Gratzen und der atemberaubenden Natur des Gratzener Berglands, gibt es ein weiters Highlight, dass Sie sich nicht entgehen lassen sollten: Theresiental. Dieser auf Initiative der Theresa von Buquoy künstlich angelegte Waldpark, ist ein wahres Kleinod - zu jeder Jahreszeit. Hier im Tal der Strobnitz finden Sie einen künstlich angelegten Wasserfall und einen Park der im Stile der Romantik angelegt wurde. Hier haben exotische Pflanzen ebenso wie einheimischen Pflanzen ein dauerhaftes Zuhause gefunden. Der englische Waldpark erhielt den Namen Valloncherie. Der Park erstreckt sich auf über 68 Hektar und ist nachweislich an Ideen der Gesellschaftsentwicklung von Rousseau inspiriert worden. Aufgrund mehrerer Überschwemmungen und teils großer Vernachlässigung blieb das denkmalgeschützte Tal lange Zeit ungepflegt. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch alle Gebäude nach und nach mit großer Sorgfalt restauriert und so neuer Schönheit zugeführt. Heute erstreckt sich der Park auf 138 Hektar und ist für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Man hat außerdem einen Naturlehrpfad installiert, der die Artenvielfalt der Flora und Fauna unterstreichen soll. Der Lehrpfad selbst ist ganze 7 Kilometer lang und verfügt über insgesamt 12 Stationen. Vor Begründung des Parks gab es bereits zwei Gebäude auf dem Gelände. Die Burg Zuckenstein und die Mühle. Beide wurden in die Gestaltung einbezogen. Die Mühle war bis in die 1930er Jahre in Betrieb. Heute befindet sich dort eine Pension. Aber auch neue Bauwerke wurden errichtet. Unter ihnen das Badehaus im Empirestil, das viele Jahre als Kindererholungsheim diente. Heute befinden sich dort ein Festsaal und Restaurant. Nehmen Sie also nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den Park die einmalige Gelegenheit war, in diesem besonderen Ambiente zu speisen.