Ferien im Region Havlíčkův Brod-Ostböhmen

Am Fuße der Böhmisch-Mährischen Höhe - Havlíčkův Brod. Havlíčkův Brod - ehemals Deutschbrod - liegt südöstlich von Prag in Ostböhmen. Es gehört zur Region Hochland und befindet sich 422 Meter n.n. Die Ortschaft wurde vermutlich schon im 12. Jahrhundert besiedelt. Die Besiedlung erfolgte aufgrund der in der Region gefundenen Silbererzvorkommen. Dank des Bergbaus, der hauptsächlich durch Bergleute aus Sachsen, dem Harz und Tirol erfolgte, erhielt der Ort frühzeitig das Stadt- und Marktrecht. Nachdem der Bergbau ein Ende fand, siedelten sich in der Region schnell Spinnereien und Textilverarbeitungsfabriken an. Von Ihrer Villa in Havlíčkův Brod aus können Sie Stadt und Umgebung leicht erobern. Heute ist das Stadtbild um den Markplatz durch zahlreiche Gebäude aus unterschiedlichen Epochen, wie der Gotik, der Renaissance und dem barock gekennzeichnet. Dies trägt zu einer sehr angenehmen Atmosphäre in der Innenstadt bei und ist eines der Merkmale, dass auf die Geschichte der Stadt als Königsstadt hinweist. Erwähnenswert sei ebenfalls, dass der Komponist Robert Mahler hier geboren wurde und Bedrich Smetana, Komponist der berühmten "Moldau" hier an Kollegium des Klosters ausgebildet wurde. Das Augustinerkloster mit seiner Klosterkirche ist neben dem Markplatz eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Es wurde vom 17. bis zum 18. Jahrhundert errichtet und war dank der später dort verorteten Schule einer der wichtigsten intellektuellen Attraktionspunkte der Region.

Bergbau und vollkommene Zerstörung während der Hussitenkriege

Dank der Tatsache, dass der Bergbau hauptsächlich durch deutsche Bergleute erfolgte, wurden schnell neue Techniken verwendet. Jedoch waren die Silbererzvorkommen des Ortes schnell erschöpft und das benachbarte Kuttenberg entwickelte sich rasch zum neuen Zentrum des Bergbaus. Kurz darauf brannte die Stadt fast vollkommen ab. Dadurch stand die Bevölkerung vor einer ersten wirtschaftlichen Krise. Kurze Zeit später unternahm der Ort erste Schritte in Richtung Handel und Handwerk. Später kam dann die Landwirtschaft hinzu und die Stadt hatte damit erneut Einkommensquellen aufgetan, die zu Ihrem Wachstum beitrug. Leider sollte der Fortschritt wiederum nur kurze Zeit anhalten. Aufgrund der protestantischen Bewegungen, politischer Unruhen und der letztlich daraus folgenden Hussitenkriege wurde die Stadt 1422 vollkommen zerstört. Auch wenn Havlíčkův Brod dann später durch den Kaiser annektiert und zur königlichen Stadt erhoben wurde, sollte das Leiden des Ortes noch nicht vorbei sein. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest waren zwei weitere Hürden die es zu überwinden galt. Erst mit Ausbau der Österreichischen Nordwestbahn schien eine Trendwende im Schicksal der Stadt zu bringen. Denn in den folgenden Jahren wurde Deutschbrod zum wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt. Dieser positive Trend wurde dann nach Ende des zweiten Weltkrieges fortgeführt. Heute zeichnet sich die Region durch Landwirtschaft aus.

Prag und Brünn - kulturelle Zentren für Tagesausflüge

Havlíčkův Brod befindet sich in jeweils eineinhalb Stunden Entfernung von Prag und Brünn. Damit haben Sie die Möglichkeit diese beiden bedeutenden Kulturzentren auf Tagesausflügen zu besuchen. Prag, Hauptstadt Tschechiens und Perle an der Moldau ist ein florierendes Kulturzentrum, dass seine Besucher zu begeistern weiß. Egal ob Sie dabei das Schloss oder die zahlreichen Brücken besuchen oder sich von der architektonischen Vielfalt der Innenstadt verzaubern lassen. Aber Prag ist mehr als Mauern und Geschichte. Heute überzeugt es durch moderne Gallerien, herrliche Parks und Feinschmeckerrestaurants der besonderen Art. Sie haben Lust auf Stadt, wollen aber Touristentrubel und Hauptstadtverkehr vermeiden? Dann brechen Sie von Havlíčkův Brod in die entgegengesetzte Richtung nach Brünn auf. Die Hauptstadt Mährens steht Prag kulturell und angebotstechnisch in nichts nach, bietet aber ein ruhigeres Tempo und anderes Flair. Brünn ist darüber hinaus nicht nur für seinen jährlichen Motorrad Grand Prix bekannt, sondern auch für sein von Mai bis Juni stattfindendes Feuerwerksfestival.

Wanderausflüge ins Böhmisch-Mährische Hochland

Auch für die Naturliebhaber lohnt sich ein Aufenthalt in Havlíčkův Brod. In Kurzer Zeit erreichen Sie von hier aus das Böhmisch-Mährische Hochland - ein herrliches Wanderziel für alle Jahreszeiten. Die Hügellandschaft mit ihren sanft ansteigenden Höhen eröffnet Ihnen Panoramablicke und bietet Routen für alle Niveaus. Hier können Sie zu Fuß dichte Wälder, weite Wiesen und Auen sowie Felsformationen bewundern. Ein Ausflug in dieses Gebiet trägt damit enorm zu Ihrer körperlichen und geistigen Erholung bei. Und sollten Sie Schnee mögen, dann empfiehlt sich ein Aufenthalt in Havlíčkův Brod im Winter. Dank des Interesses der Hochländer am Langlauf und Biathlon, haben Sie hier ausgezeichnete Möglichkeiten, dieses sportliche Hobby ausgiebig zu betreiben.